Womit habe ich das verdient?

Orkney islands

Der Wettergott muss einen Narren an mir gefressen haben: Bei unglaublich schönem Wetter, umsorgt von meinen „Bücherei-Engeln“ beende ich meine Woche in Schottland. Nach einem exquisiten Frühstück (keine Sorge: kein Haggis, kein blood pudding, keine sausages) bringt mich Michelle mit dem Bücherbus entlang der Nordküste bis nach Thurso, einem entzückenden Städtchen (mit ca. 8.000 Einwohnern).

Around Kinlochbervie

Minis on Rhiconich hotel parking

Wegen einer „MINI“-Rundfahrt waren heute Nacht alle Zimmer in der Umgebung ausgebucht, so hatte mir Michelle netterweise ihr fix gebuchtes überlassen und ist in ein Personalzimmer ausgewichen. Entsprechend laut war dann auch die Nacht – Vollmond nebenbei – dennoch schlafe ich wie ein Bär. Die Fahrt mit der Mobile Library und die Schwierigkeiten mit dem Upload meines Blogs am Abend (Internet wie zur Jahrtausendwende) machen müde.

 

Der zweite Tag im Bücherbus

Sonnenaufgang Craggan Hotel

Routiniert starte ich in meinen zweiten Tag mit dem Bücherbus. Ich bin für die einfachen Tätigkeiten eingeteilt, d. h. ich stemple das Rückgabedatum in die Medien und helfe beim „shelfing“, dem Verräumen der Medien und Auffüllen der Regale. Michelle hat die Computerarbeit über, das ist ein bisschen kompliziert hier, weil sie im Bus nicht mit der Zentrale verbunden ist (Internet funktioniert hier nicht überall, und wenn, dann nicht in der notwendigen Geschwindigkeit bzw. Zuverlässigkeit). So verwendet sie hier eine offline-Version, die sie dann am Freitag in das System überspielt.

 

Schottland, wie man es kennt

schottische Highland

Die Highlands präsentierten sich mir heute von ihrer „besten“ Seite mit (wenn auch leichtem, aber immerhin) Regen, etwas Wind und trübem Wetter, und das bei knapp über 10 Grad. Bedingt durch die Nähe zum Meer (Nordsee hier an der Ostküste, Atlantik an der Nord- bzw. Westküste) ist auch die Luftfeuchtigkeit sehr hoch und gemeinsam mit dem Wind fühlt man die Temperatur kühler als angezeigt.

 

Schottisches Wetter

Landeanflug auf London Gatwick

Wie gut (zumindest für mich), dass nach dem wochenlangen, heißen Sommerwetter rechtzeitig zu meiner Abreise ein heftiger Kälteeinbruch eingetreten ist und ich so nicht in wetterfester Kleidung bei über 30 Grad von Tirol abreisen musste. Innsbruck zeigte sich sogar mit schottischem Wetter (Nieselregen, 16 Grad), der Himmel über Südengland war hingegen recht sonnig und auch die Temperaturen waren sogar höher als bei uns!

 

Schottland, ich komme!

Unterwegs in Schottland 1990

1990 war ich zum ersten Mal in Schottland. Damals waren solche Reisen noch ein größeres Abenteuer als heute. Flüge waren teuer, die Vorbereitungen mühsam, es gab kein Internet und Auslandstelefonate waren kostspielig. Fotos wurden noch analog gemacht, d. h. erst lange nach dem Urlaub stand fest, ob die Bilder überhaupt etwas geworden waren. Smartphones mit Kamera konnte man sich in den kühnsten Träumen nicht vorstellen und Nachrichten in die Heimat mit Ansichtskarten dauerten ewig.

 

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